Export und Ankunft

Kaffeeimport


Export & Ankunft

Nach der Aufbereitung der Kaffeebohnen, wird der Großteil des Rohkaffees ins Ausland exportiert. Per Schiff geht es für den Rohkaffee vom Verladehafen des Produktionslandes auf die lange Reise nach Deutschland. 95% des nach Deutschland importierten Kaffees ist Rohkaffee. Lediglich 5% sind bereits vor dem Import zu Röst- oder Instantkaffee verarbeitet worden.


Verladung des Kaffees

Verladung

Gelagert wird der Rohkaffee während der Überfahrt in Schiffscontainern. Besonders hochwertiger Rohkaffee wird in Säcken in Schiffscontainern gestapelt. Immer häufiger wird der Kaffee aber auch als Schüttgut transportiert, was Kosten spart und den vorhandenen Platz besser ausnutzt. Dafür werden die Container mit Liner Bags ausgekleidet, die die Ware vor Verunreinigungen schützen.

Importhafen

Importhafen

Die wertvolle Fracht benötigt von Südamerika bis nach Deutschland etwa 2 Wochen. Aus Fernost kann der Transport bis zu 4 Wochen dauern. Hamburg ist einer der wichtigsten Importhäfen für den europäischen Kaffeemarkt. Im Zielhafen angekommen findet eine Qualitätsprüfung des Kaffees statt, damit mögliche Schäden während der Überfahrt ausgeschlossen werden können. Ebenfalls wird kontrolliert, ob die angelieferte Ware der Qualität des zuvor abgeschlossenen Kaufvertrages entspricht. Ist alles in Ordnung wird die Ware entladen und verwogen. Gerechnet und gezählt wird in der Einheit „60 Kilo Sack“, obwohl in Deutschland überwiegend Schiffscontainer mit Schüttgut ankommen. Der Kaffee wird nun mit Bahn und LKW direkt zum Kunden transportiert oder in Lagerhäusern eingelagert. Damit die Ware nicht an Qualität verliert, werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur in den Lagerhäusern stets überwacht. Des Weiteren werden auch regelmäßig Proben vom eingelagerten Kaffee genommen, denn ein Qualitätsverlust mindert den Verkaufspreis.


Zwischenhändler

Zwischenhändler

Allgemein kann man sagen, dass es für den Import von Kaffee nicht nur einen Weg gibt. Denn neben Export- und Importfirmen in den Handelsländern gibt es noch Kaffeeagenten und -makler sowie weitere Zwischenhändler. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten und Kombinationen, wie Kaffee gehandelt wird, bevor er als aromatisches Heißgetränk in der Tasse des Endverbrauchers landet.


Kaffeeimportfirma

Import- und Exportfirma

Röstereien, die keinen Direct Trade betreiben oder keinen Kontakt in das Herstellerland besitzen, wenden sich an Importeure, um ihren Kaffee einzukaufen. Der Importeur wendet sich mit dem Wunsch seines Kunden an einen Exporteur oder eine anderweitige Partei im Produktionsland und gibt die Bestellung auf. Der Importeur ist verantwortlich für Einkauf, Transport und Zoll. Ebenfalls ist er für Qualitätsabweichungen und Minderlieferungen gegenüber seines Kunden in der Pflicht und für einen adäquaten Ersatz verantwortlich. Ein Exporteur kauft die Wunschware seines Kunden ein und stellt diese zum Transport bereit. Den Kaffee kann er aus verschiedenen Quellen - Kaffeeplantagen, Händler, Kooperativen - beziehen.

Kaffeeagenten und -makler

Kaffeeagenten und -makler

Kaffeeagenten und -makler sind Mittelsmänner, die zwei Vertragsparteien zusammenbringen. Dies können zum Beispiel Exporteur und Importeur oder eine Plantage und ein Röster sein. Sie unterhalten Geschäftskontakte und erhalten Provision für eine erfolgreiche Vermittlung.

Direct Trade

Direct Trade

Kaffeeröstereien machen aus Rohkaffee Röstkaffee. Dieser Verarbeitungsschritt ist einer der wichtigsten, denn erst beim Rösten entstehen die unwiderstehlichen Aromen, die die Gaumen der Kaffeeliebhaber verwöhnen. Auch sie haben die verschiedensten Möglichkeiten um an Rohkaffee zu kommen. Sie können sich an einen Agenten wenden oder einen Importeur beauftragen.

Eine andere Variante ist der direkte Einkauf beim Produzent. Einige Röstereien stehen im direkten Kontakt zu den Kooperativen oder Kaffeeplantagen und importieren den Rohkaffee ohne Zwischenhändler. Sie mieten nicht genutzte Containerflächen von Importeuren oder schließen sich mit anderen Röstern zusammen und teilen sich Ladefläche und -kosten.


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