Internationale Kaffeespezialitäten

Kaffee aus dem Espressokocher, der French Press
oder Kapselmaschine: Internationale Kaffeegetränke



Kaffeetrinker, vereint euch! Überall auf der Welt wird Kaffee getrunken: Ob Kaffee aus dem Espressokocher, Kaffee aus der Frenchpress, Kaffee aus der Kapselmaschine, handgebrüht; mit oder ohne Milch, Schnaps, Sahne, Eiswürfel; warm, kalt oder etwas dazwischen – rund um den Erdball pflegen die Kaffeetrinker ihre eigenen Kaffeerituale , Trink- und Zubereitungsarten. Einige davon stellen wir Ihnen vor!



Italien

Italien: Nur Kaffee vom Espressokocher ist guter Kaffee

Mit dieser Methode sparen Sie sich den Gang zur Spülmaschine und verschwenden keinen „edlen Tropfen“ des schwarzen Goldes aus der Kaffeemaschine im Büro. Apropos Verschwendung: Manchmal ertappen Sie sich dabei, wie Sie sich über Ihre Kollegen heftig aufregen, die sehr verschwenderisch mit dem Kaffee umgehen, da sie immer einen Rest in der Kaffeetasse übrig lassen. Sie hätten dann Lust darauf, die einzelnen Übeltäter laut zur Rede zu stellen – aber Sie wahren Contenance und beruhigen sich bei einer Tasse Kaffee. Stattdessen gehen Sie in die Küche und retten, was noch zu retten ist, und machen keinen Hehl daraus. Für Ihre Säuberungsaktion werfen die einen Kollegen Ihnen ungläubige Blicke zu, die anderen halten sich die Augen zu und laufen von der sich ihnen bietenden Szene schreiend weg.



Schweiz

Schweiz: Kann mehr als nur Kaffee aus der Kapselmaschine

Kaffee aus der Kapselmaschine hat in Europa und darüber hinaus den Siegeszug angetreten – und wer hat’s erfunden? Das Schweizer Lebensmittelunternehmen kam als erstes auf die Idee, Kaffee für eine Kapselmaschine herzustellen, zu portionieren und zu verpacken. Darüber hinaus trinken die Schweizer ihren Kaffee gern mit Rahm verfeinert, was unter Kennern auch als Café mélange bekannt ist. Kafi Luz oder Kafi GT sind hingegen Varianten mit Kräuterschnaps oder Likören.



Dänemark

Dänemark: Einen Kaffee aus der French Press, bitte!

Die Dänen mögen es unkompliziert: Kaffee aus der French Press oder auch Pressstempelkanne ist bei den Nordlichtern die zweitbeliebteste Art der Kaffeezubereitung. Der „Stempelkande Kaffe“ wird mit einem Teelöffel Kaffee auf eine Tasse Wasser portioniert. Der tägliche Konsum von drei bis vier Tassen Kaffee aus der French Press gehört für viele Dänen zum „Hygge“ dazu – eine Bezeichnung für ein positives Lebensgefühl, Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Coffee To Go ist in Dänemark kaum verbreitet, stattdessen wird in Cafés oder Restaurants der Kaffee in der French Press direkt oder in einer Thermoskanne serviert, aus der man sich bedienen darf.



USA

USA: Je stärker der Kaffee, desto besser

Die USA sind weltweit der größte Kaffeeimporteur. Ihr ständiger Durst nach dem schwarzen Gold wird unabhängig davon, ob der Kaffee in der French Press oder dem Espressokocher zubereitet wurde, in vielen verschiedenen Varianten gestillt. Dabei wird der Kaffee gern stark getrunken: Wer einen Black Eye, Bulls Eye, Red Eye oder Dead Eye (je nach Region) bestellt, erhält in der Regel zwei Espressi in Kombination mit schwarzem Filterkaffee. Eine andere beliebte Variante, „Iced Coffee“ ist nicht mit der deutschen Version „Eiskaffee“ gleichzusetzen – in den USA wird das Glass bis oben hin mit Eiswürfeln anstatt mit Speiseeis gefüllt.



Deutschland

Deutschland: Guter Kaffee ist echtes Handwerk

In Deutschland sind neben komfortablen Zubereitungsmöglichkeiten wie Kaffee aus der Kapselmaschine auch wieder handgemachte Kaffees im Trend: Kaffee aus der French Press, dem Handfilter oder auch Kaffee aus dem Espressokocher findet immer mehr Fans. Dabei muss der Kaffee nicht zwingend heiß sein: In einigen Verfahren wird der Kaffee als „Cold Brew“ hergestellt und auch bei einer der typisch deutschen Kaffeespezialitäten bleibt der Kaffee kalt: Der Eiskaffee wird mit 2 Kugeln Vanille-Eis, Schlagsahne und Schokostreuseln verzehrt.



Eritrea

Eritrea: Eine Kaffeekultur der besonderen Art

Fernab von allen Diskussionen, ob nun der Kaffee aus der French Press mit dem Kaffee vom Espressokocher zu vergleichen ist, pflegen die Eriteer eine ganz besondere Beziehung zum Kaffee. Sie zelebrieren diesen in einer traditionellen Kaffeezeremonie, welche bis zu dreimal am Tag stattfindet. Kaffee gilt in Eritrea als wahre Delikatesse, die mit größtem Respekt zubereitet werden sollte. Zur Zeremonie gehört es daher, die Bohnen selbst frisch zu rösten. Sind sie dunkel genug, werden die gerösteten Bohnen auf eine Binsenmatte gegeben und allen Teilnehmern der Kaffeezeremonie herumgereicht, die sich das Aroma mit den Händen zufächeln. Anschließend wird der Kaffee gemahlen und in ein besonderes Tongefäß, „Jebena“ genannt, gefüllt, in den dann kaltes Wasser gegossen wird. Zusammen mit einigen Gewürzen wird die Mischung schließlich auf dem Ofen für 15 bis 30 Minuten erhitzt und wieder abgekühlt, damit der Kaffee nicht überkocht. Ist er fertig zubereitet, stecken Eriteer ein Büschel Pferdehaare in den Auslauf des Gefäßes, um so beim Eingießen die Flüssigkeit vom zurückgebliebenen Kaffeesatz zu trennen.



Wir sehen: Die internationale Kaffeekultur hat einiges zu bieten und es lohnt sich, auch über den Rand der Kaffeetasse hinweg zu schauen. Ganz egal, ob Sie Kaffee aus der French Press, Kaffee vom Espressokocher oder eine völlig andere Art des Kaffees bevorzugen: Irgendwo auf der Welt gibt es jemanden, der seinen Kaffee ganz genauso genießt. Und dies ist doch, was schlussendlich zählt: Der einzigartige Genuss von Kaffee, den wir alle so lieben.