Hand füllt mit Schaufel Rohkaffee in Säcke

Kaffee-Export weltweit: Die Heimat der Kaffee­pflanze

Beim Gedanken an Kaffee und seine Anbau­gebiete hat man sofort Süd­amerika und Afrika vor dem geistigen Auge. Der Grund dafür ist einfach: die sensible Kaffee­pflanze braucht bestimmte, fein aufeinander abgestimmte klimatische Bedingungen, um optimal zu wachsen und aromatische Bohnen zu produzieren. Der Kaffee-Export ist somit nicht überall möglich, sondern nur dort, wo das ganze Jahr hindurch ein mildes Klima ohne Frost herrscht: am sogenannten Kaffee­gürtel am Äquator. Die Anbau­gebiete der Kaffee-Exporteure reichen von Afrika über Asien, die Karibik, Südamerika bis hin nach Australien. Je nach Anbau­gebiet hat der Kaffee einen für die Region typischen Geschmack. Wer sich unter die größten Kaffee-Exporteure mischt und wie sich der Kaffee-Export weltweit verhält, haben wir in einer Auflistung für Sie zusammen­gefasst.

Kaffeetasse mit Umriss von Brasilien in Crema

An der Spitze der Kaffee-Exporteure: Brasilien

Obwohl Afrika die eigentliche Heimat unseres Kaffees ist, nimmt der Export von dort nur ein Sechstel der Kaffee­produktion ein. Der größte Kaffee-Exporteur hingegen ist Brasilien mit einem Anteil von 34% am weltweiten Export­volumen. Im ganzen Land existieren ungefähr 300.000 Kaffee­farmen, die bis zu 25.000 Hektar groß sind.

Die Bohnen werden in Brasilien von Mai bis November zumeist in Hand­arbeit geerntet und in der Regel direkt in der Sonne getrocknet. Kaffee gehört zu den wichtigsten Export-Gütern und wird vor allem in die USA und nach Europa verschifft. Fast die Hälfte ihrer Kaffee-Produktion trinken die Brasilianer allerdings selbst.

Kaffeetasse mit Umriss von Vietnam in Crema

Zweiter Platz: Vietnam

Vietnam nimmt nach Brasilien etwa 14% des weltweiten Kaffee-Exports ein. Der Markt in Vietnam ist streng reguliert: da Vietnam häufig Preis­dumping vorgeworfen wird, gibt es eine von der Regierung begrenzte Anbau­fläche von ca. 630.000 Hektar, die für den Kaffee­anbau genutzt werden darf. Angebaut wird fast ausschließlich die unempfindliche und ertrag­reiche Sorte Robusta, die zum über­wiegenden Teil für Instant­kaffee­produkte verwendet wird.

Kaffeetasse mit Umriss von Indonesien in Crema

Dritter Platz mit Besonder­heiten: Indonesien

7% des Kaffee-Exports weltweit kommen aus Indonesien, haupt­sächlich wird hier Robusta geerntet. Auch wenn Indonesien als ein Kaffee­anbaugebiet zusammen­gefasst wird, gibt es regionale Unterschiede und Besonder­heiten. Bekannt ist beispiels­weise die Insel Java: die hier angebaute Arabica- oder Java-Bohne macht 8% des indonesischen Kaffee-Exports aus.

In Sumatra werden die Kaffee­kirschen nach der sogenannten „Giling Basah“-Methode nass geschält.

Der teuerste Kaffee der Welt, der Kopi Luwak, ist in seiner Produktion sehr aufwändig. Die Kaffee­kirschen werden zunächst von der Schleich­katzenart Flecken&Shy;musang gefressen und ausgeschieden. Die im Verdauungs­trakt vorkommenden Bakterien und Enzyme der Katze lassen die Bitter­stoffe der Kaffee­kirschen fast komplett verschwinden, was sich sehr positiv auf den Geschmack des Kaffees auswirkt.

Eine weitere Besonderheit Indonesiens ist eine bestimmte Lagerungs­form in Verbindung mit einem Nach­reif­effekt der Kaffee­bohnen. Der sogenannte Lager­haus-Kaffee greift die Umstände der früheren Kaffee-Exporteure auf, bei der die Bohnen auf dem Weg nach Europa eine lange Reise hinter sich bringen mussten. Die Bohnen reifen hierfür heute in speziellen Lager­häusern und werden zu den Sorten Old Java, Old Government oder Old Brown verarbeitet.

Kaffeetasse mit Umriss von Kolumbien in Crema

Platz vier: Kolumbien

Das wohl bekannteste Kaffee­anbau­gebiet Latein­amerikas ist Kolumbien, das ca. 6% des Kaffee-Exports weltweit produziert. Im Gegensatz zu Vietnam und Indonesien werden in Kolumbien jedoch fast ausschließlich Arabica-Bohnen für den Kaffee-Export angebaut. Durch die optimalen Klima­bedingungen in den Höhen­lagen des Landes können die Kaffee­bohnen gleich zweimal im Jahr geerntet werden. Kolumbianischer Kaffee ist auf der ganzen Welt wegen seiner besonderen Milde bekannt und bei Kaffee­kennern geschätzt und beliebt.

Kaffeetasse mit Umriss von Äthopien in Crema

Ursprungsland auf Platz fünf: Äthiopien

Äthiopien ist das Ursprungs­land des Kaffees und von hier werden 5% des Kaffee-Exports, besonders die Sorte Arabica, verschifft. Jeder vierte Einwohner Äthiopiens verdient seinen Lebens­unterhalt mit der Kaffee­produktion. Und obwohl Äthiopien zu den weltweit größten Kaffee-Exporteuren zählt, bleibt der Groß­teil der Produktion im eigenen Land.

Kaffee ist den Äthiopiern wichtig und der Kaffee­anbau gehört zu der Tradition des Landes. Der legendärste Kaffee von hier ist der Harrar, der in 1500 bis 2100 Metern Höhe angebaut wird und dessen Bohnen eine besondere gold­gelbe, fast bernstein­ähnliche Farbe haben.

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