Kaffeebohnen auf gemahlenen Kaffeepulver

How-to: Kaffeebohnen für die Espresso Maschine
ohne Mühle mahlen - Methoden



Es ist Sonntagmorgen. Noch etwas verschlafen schwingen wir unsere Füße aus dem Bett und schlurfen in die Küche um Kaffee zu kochen. Einmal ordentlich gähnen und sich strecken, dann werden die Bohnen aus dem Schrank geholt, gefolgt von der Kaffeemühle und dem Espresso Kocher. Stecker der Kaffeemühle in die Steckdose stecken, Bohnen einfüllen, los geht es. Und dann: nichts ... Nur Stille. Die Mühle bewegt sich nicht, die Bohnen bleiben ganz, der Espresso Kocher steht auseinander geschraubt auf der Arbeitsplatte. Und nun? Wie kommt man jetzt an den so dringend benötigten Kaffee?

Wir haben uns mal nach Alternativen für eine Kaffeemühle umgesehen. Was kann man tun, wenn die Mühle streikt? Einige Utensilien aus dem Haushalt eignen sich durchaus, um Kaffeebohnen für die French Press zu zerkleinern. Aber gelingt es auch feines Pulver für eine Espresso Kaffeemaschine herzustellen?

Wir werfen mal einen Blick in unsere Schränke und schauen was passiert.



Mörser mit Kaffeebohnen

1) Mörser und Stößel


Wir geben eine kleine Menge Bohnen in den Mörser und fangen an die Bohnen zu zerstoßen. Wer öfters mit Mörser und Stößel arbeitet weiß, dass das ganz schön Kraft kosten kann. Gerade Kaffeebohnen, die sehr hart sind, brauchen viel Krafteinsatz. Sobald kleine Stückchen den Mörser-Boden bedecken, wird es einfacher. Wir zerstoßen den Kaffee solange, bis das Kaffeepulver für unsere Kaffeezubereitungsart geeignet ist. Benutzen wir einen Espresso Kocher, so mahlen wir den Kaffee mittel-fein. Sind wir Besitzer einer Espresso Maschine, so müssen wir noch länger von Mörser und Stößel Gebrauch machen, denn wir benötigen eine sehr feine Mahlung.



Fleischhammer

2) Fleischhammer


Eine weitere Möglichkeit ist der Fleischhammer. Mit ihm lässt sich so ziemlich alles verkleinern. Am besten füllt man die Kaffeebohnen in einen Gefrierbeutel. Drückt so viel Luft wie möglich aus dem Beutel und legt ein Brettchen drunter. Nun heißt es klopfen und hämmern was das Zeug hält. Versucht so gut wie möglich den passenden Mahlgrad zu treffen. Solltet Ihr eine Espresso Kaffeemaschine besitzen, müsst ihr wahrscheinlich viel Geld haben, um einen sehr feinen Mahlgrad zu erreichen.



Nudelholz

3) Nudelholz


Um Kaffeebohnen mit dem Nudelholz zu mahlen, brauchen wir einen Gefrierbeutel oder etwas Ähnliches. Backpapier tut es zur Not auch. Bohnen in den Beutel einfüllen oder zwischen das Backpapier platzieren, auf ein Brettchen legen und etwas schütteln, damit sie sich ordentlich im Beutel verteilen. Nun mit dem Nudelholz Druck auf die Bohnen ausüben. Umso kleiner sie werden, umso besser kann man mit dem Nudelholz über die Bohnen rollen. Rolle mit dem Nudelholz so lange über den Gefrierbeute, bis der gewünschte Mahlgrad für Espresso Kaffeemaschine, Espresso Kocher & Co. erreicht ist.



Standmixer

4) Mixer


Wer keine große Kraft aufwenden möchte, der kann die Kaffeebohnen auch mit dem Mixer zerkleinern. Habt ihr einen Standmixer, füllt einfach die Bohnen in den Behälter und drückt Start. Am besten lasst Ihr den Mixer in kurzen Abständen laufen, kontrolliert den Mahlgrad und mischt das Mahlgut einmal ordentlich durch. Wieder kurz auf Start drücken und das ganze wiederholen, solange bis ihr mit dem Mahlgrad zufrieden seid. Da die Bohnen allerdings nicht sehr gleichmäßig und eher grob gemahlen sein dürften, kann es mit der Zubereitung in der Espresso Maschine schwierig werden.



Küchenmaschine

5) Küchenmaschine


Ähnlich wie die Methode mit dem Standmixer funktioniert die Küchenmaschine. Auch hier ist es sinnvoll die Bohnen in kleinen Intervallen zu mahlen und zwischendurch die Mahlung zu kontrollieren. Da die Küchermaschine mit Messern arbeitet, werden die Bohnen zerhackt. Dadurch ist das Kaffeepulver eher grob und ungleichmäßig. Eher schlecht für eine Espresso Kaffeemaschine, aber für die French Press wahrscheinlich ausreichend.



Wart ihr erfolgreich? Diese Lösungen sind zwar nicht optimal, können uns aber vor dem Supergau – einem Morgen ohne Kaffee – bewahren. Im Zweifel ist das besser als nichts. Dennoch solltet ihr Euch bei der nächst besten Gelegenheit eine neue Kaffeemühle zulegen.