Wecker in Mitten von Kaffeebohnen

Kaffee-Zeit-Alarm: Morgens um 11 Uhr im Büro...

Es soll Menschen geben, die keinen Kaffee mögen. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Für mich gibt es kein Leben vor dem ersten Kaffee. Wahrscheinlich würde ich es ohne meinen Morgen-Kaffee nicht einmal aus dem Haus schaffen, geschweige denn zur Arbeit. Ich bewundere meine Kollegen, die keinen Kaffee mögen, geradezu für ihre Produktivität ohne die Zugabe von Koffein. Für mich und viele weitere Deutsche ist der Kaffee in seinen vielen Varianten allerdings ein treuer Wegbegleiter durch den stressigen Alltag. Laut einer Studie trinkt jeder Deutsche im Schnitt etwas mehr als eine Tasse Kaffee pro Tag. Für meine Verhältnisse ist das sehr wenig, denn ich konsumiere an manchen Tagen bis zu vier Tassen des koffeinhaltigen Getränks – und kratze damit gerade so an dem Limit, was für meinen Körper noch als gesund eingeschätzt wird.

Ziffernblatt auf Cappuccino

Die beste Zeit zum Kaffeetrinken

Viele trinken keinen Kaffee, weil er ihnen nicht schmeckt. Für mich ist er vor allem ein Wachmacher. Natürlich habe ich auch nichts gegen den herben Geschmack, aber leisten soll er hauptsächlich eins: Er soll wach machen. Deshalb laufe ich auch immer dann zum Kaffeevollautomaten für unser Büro, wenn mich die Müdigkeit übermannt, und das habe ich auch bei meinen Kollegen beobachtet. Es gibt regelrechte Stoßzeiten für die Nutzung unseres Kaffeeautomaten für unsere Firma: Früh morgens, wenn die meisten ihren Platz vor dem Computer einnehmen, das nächste Mal um 11 Uhr, wenn die Wirkung des Koffeins nachlässt und dann wieder am Nachmittag, um den Rest des Arbeitstages zu überstehen. Allerdings veröffentlichte Steven Miller 2013 die Theorie, dass es einen perfekten Zeitpunkt zum Kaffeetrinken gäbe. Der damalige Postdoktorand an der Geisel School of Medicine in Dartmouth behauptete, dass der Cortisolspiegel eines Menschen sich grundlegend auf die Koffeinaufnahme des Körpers auswirkt. Da Cortisol unter anderem für die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen verantwortlich gemacht wird, ist es naheliegend, dass man Kaffee vor allem zu den Zeiten konsumieren sollte, in denen der Cortisolspiegel im Blut besonders gering ist. Ist die Konzentration dieses Stresshormons jedoch hoch, kann man sich den Gang zum Kaffeeautomaten für die Firma sparen, da man ohnehin wach und konzentriert ist. Laut einem britischen Forscherteam der University of Sheffield ist der Cortisolspiegel eines Menschen dreimal am Tag besonders hoch: Morgens zwischen 8 und 9 Uhr, mittags zwischen 12 und 13 Uhr und noch einmal am späten Nachmittag zwischen 17:30 und 18:30 Uhr. Demnach dürfte man vor 9 Uhr morgens überhaupt keinen Kaffee trinken und wäre von Natur aus hellwach.

Frau küsst Kaffeetasse

Dass dies der Realität oft nicht entspricht, ist wohl den Allermeisten unter uns bekannt. Die wenigsten sind von Natur aus Frühaufsteher, und so ist es nicht verwunderlich, dass manche Menschen früher zum Kaffeevollautomat für die Firma laufen als andere. Da der Schlaf-Wach-Rhythmus von der inneren Uhr gesteuert wird, und der bei jedem Menschen unterschiedlich ist, kann man auch schwer eine einheitliche Aussage zur Bestimmung der besten Zeit zum Kaffeekonsum treffen. Dafür müsste jeder Mensch seine innere Uhr sehr genau studieren, um den perfekten Zeitpunkt zum Kaffeetrinken abzupassen, und selbst dann wäre es noch unwahrscheinlich, immer den richtigen Moment abzupassen. Hinzu kommt, das Menschen sehr unterschiedlich auf Koffein reagieren, was erklärt, warum einige mit einer Tasse Kaffee am Tag auskommen, während andere sieben Mal zum Kaffeevollautomaten fürs Büro laufen. Letztendlich ist doch jedem am besten geholfen, wenn man immer dann Kaffee trinkt, wenn man Lust dazu hat – egal, ob das vier Mal täglich, jeden zweiten Tag oder nie passiert.

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