Kaffee und Brille vor altem Buch

Quiz zur Geschichte des Kaffees aus der Filterkaffeemaschine



Um die Ursprünge und Entdeckung des Kaffees gibt es zahlreiche Legenden und Geschichten. Das beliebte Genussmittel, das Tag für Tag in der Filterkaffeemaschine zubereitet wird, hat eine weite Strecke von Afrika über Asien nach Europa zurückgelegt. Bis das schwarze Gold nach Deutschland gelangte, vergingen noch einmal einige Jahrhunderte. Kennen Sie sich mit der Geschichte des Kaffees gut aus? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Kaffee-Quiz.



Frage 1: Einer Legende nach hat ein Ziegenhirte namens Kaldi im Südwesten Äthiopiens im 9. Jahrhundert den Kaffee entdeckt, als er …

  • beobachtet hat, dass seine Ziegen, die von den kirschähnlichen Früchten eines kleinen Baumes naschten, nachts herumtollten und nicht müde zu sein schienen. Dieser Sache wollte er auf den Grund gehen.
  • von einem Propheten am späten Abend zu einem kleinen Baum geführt wurde, der ihm befahl, von den kirschähnlichen Früchten zu essen.
  • die Stimme Gottes hörte, die lauter wurde, je mehr er sich einem kleinen Baum mit den kirschähnlichen Früchten näherte. Aus Neugierde probierte er die roten Früchte des Baumes.
  • nach einer langen Wanderung ihm der Hunger überfiel und er zufällig an den kirschähnlichen Früchten eines kleinen Baumes naschte.

Ziegen

Der Ziegenhirte Kaldi studierte das Verhalten seiner Tiere, als diese rote Früchte eines kleinen Baumes fraßen. Ihm fiel auf, dass die Ziegen sehr lebhaft in der Nacht herumsprangen und kein Anzeichen von Müdigkeit zeigten. Um der Sache auf den Grund zu gehen, probierte er selbst von den kirschähnlichen Früchten. Schnell merkte er ihre stimulierende und erfrischende Wirkung.



Frage 2: In einer anderen Quelle, die die Geschichte des Kaffees ebenfalls behandelt, steht geschrieben, dass Mönche die munteren Ziegen beobachteten, die sich in der Nähe ihres Klosters aufhielten. Aus wissenschaftlicher Neugierde studierten sie die Kaffeepflanzen, von deren Früchten die Ziegen naschten. Welcher Part gehört nicht in die weiterführende Geschichte?

  • Die Mönche probierten die Früchte.
  • Die Mönche warfen die Früchte ins Feuer, da diese säuerlich schmeckten.
  • Die Mönche kochten sich aus den Früchten einen aromatischen Süd allerdings noch ohne jegliche Hilfsmittel wie einer Filterkaffeemaschine.
  • Die Mönche ließen die Früchte aus Versehen ins Feuer fallen.

Kaffee-Aroma

In der Geschichte des Kaffees, in der die Mönche die Protagonisten spielten, wurde nichts dem Zufall überlassen. Als erstes probierten die Mönche die Früchte und warfen diese ins Feuer, weil der säuerliche Geschmack der rohen Bohnen ihnen nicht schmeckte. Was ihnen dafür umso mehr gefiel, war das Aroma, das ihnen aus dem Feuer entgegenstieg. Daher bereiteten sie aus den Früchten einen aromatischen Sud zu und befanden ihn als köstlich. Sofort spürten sie seinen wachmachenden Effekt.



Frage 3: Das Getränk aus der Filterkaffeemaschine hat es durch Pilger, Reisende oder Händler von Äthiopien über das Rote Meer im 15. Jahrhundert in die islamische Welt geschafft. Kultiviert wurde die Kaffeepflanze als erstes in Jemen. In der kleinen Hafenstadt Mokka am Roten Meer entstanden vermutlich die ersten Kaffeeplantagen, die sogenanntes Staatsgeheimnis waren. Wie wachten die arabischen Händler über ihr stark nachgefragtes Handelsgut?

  • Es wurden nur bereits geröstete Kaffeebohnen verkauft. In diesem Zustand konnten die Handelspartner die Kaffeepflanze in ihren Regionen nicht kultivieren.
  • Die unreifen Bohnen wurden überbrüht. Durch das heiße Wasser konnte die Kaffeebohne keinen Keimling bilden. Die Handelspartner waren daher nicht in der Lage, den Kaffee selbst anzubauen.
  • Die Handelspartner erhielten lediglich gemahlenen Kaffee und keine Kaffeebohnen, die sie für den Anbau von Kaffeepflanzen nutzen konnten.
  • An die Handelspartner wurden stets sehr alte Kaffeebohnen verkauft. Als Saatgut waren diese nicht brauchbar.

Kaffeebohnen in Sack

Die internationalen Handelspartner waren nicht in der Lage, die Kaffeepflanze in ihren Gebieten zu kultivieren, da die jemenitischen Händler ihnen nur unreife Bohnen verkauften, die zuvor mit heißem Wasser übergossen wurden. Mit List und Bestechung sollen allerdings die Niederländer im 17. Jahrhundert in den Besitz der Pflanze gekommen sein. Von dort aus gelangte der Kaffee, denn wir heute in unserer Filterkaffeemaschine zubereiten, in die von den Niederländern neu eroberten Gebiete wie Java, Bali und Sumatra. Der Kaffee, der in den wärmeren Gefilden angebaut wurde, eroberte bald den gesamten europäischen Markt.



Frage 4: In der Geschichte des Kaffees darf die Entstehung der Kaffeehäuser nicht unerwähnt bleiben. Mit dem Siegeszug des Kaffees auf europäischem Boden wurde 1647 das erste Kaffeehaus eröffnet. In welcher Stadt?

  • Venedig
  • Hamburg
  • Marseille
  • Nürnberg

Kaffeetasse vor Kulisse von Venedig

1647 öffnete in Venedig das erste Kaffeehaus seine Pforten. Als zentrale Begegnungsstätte für die Bürger der Stadt gewann das Kaffeehaus eine gesellschaftliche Relevanz. In den nachfolgenden Jahren folgten weitere Kaffeehaus-Eröffnungen: 1650 in Oxford, 1652 in London, 1673 in Bremen, 1677 in Hamburg, 1685 in Wien. Die Kaffeehaus-Tradition wird bis heute noch in einigen Großstädten gepflegt.



Frage 5: Der Handel mit Kaffee florierte in ganz Europa. Seit etwa 1680 wird der Kaffee auch in Deutschland getrunken. Wegen der Kaffeesteuer versuchten viele Bürger, die Kaffeebohnen heimlich ins Land zu schmuggeln – zum Ärger des preußischen Staates. Da es damals noch keine Filterkaffeemaschinen gab, bereiteten die Bürger ihren Kaffee erst einmal mit einer Kaffeemühle vor und übergossen den gemahlen Kaffee mit brühend heißem Wasser. Als der Preußenkönig Friedrich der Große 1781 ein Einfuhrverbot von Kaffee aussprach, konnten die Kaffee-Trinker nur noch heimlich in ihren eigenen vier Wänden das schwarze Heißgetränk zubereiten. Wie wurden die Kaffee-Konsumenten und Händler trotzdem überführt?

  • Es gab ein „Kopfgeld“ für die Überführung eines Kaffee-Konsumenten oder Kaffee-Händlers, weswegen es einen besonderen Anreiz gab, Freunde und Familienmitglieder zu verraten.
  • Es wurden trainierte Hunde eingesetzt, die mit ihrer Nase insbesondere Kaffee erschnüffeln konnten.
  • Sogenannte Kaffeeriecher oder Kaffeeschnüffler durchsuchten vor allem mit ihrer Nase verdächtige Personen.
  • Geheimagenten platzierten sich direkt an den Zollgrenzen und konnten Kaffee-Händler sofort überführen.

Kaffeetasse mit dampfenden Kaffee

Der Schwarzmarkt sollte mit 400 Ex-Soldaten aus Frankreich, die als Kaffeeschnüffler eingesetzt wurden, eingedämmt werden. Dadurch, dass sie die exklusive Befugnis hatten, in jedes Haus einzudringen, war der Hass auf sie groß. Die Kaffeeschnüffler gebrauchten ihre Nase, um verdächtige Personen zu durchsuchen. Erst mit dem Tod Friedrich des Großen wurde der Beruf des Kaffeeschnüfflers abgeschafft.



Frage 6: Der Kaffee aus der Filterkaffeemaschine macht bekanntlich wach. Als die Industrielle Revolution nach Deutschland kam, führte dies dazu, dass ehemalige Landarbeiter in den städtischen Industrien eine neue Arbeit fanden. Aufgrund der schweren körperlichen Arbeit tranken die Fabrikarbeiter Kaffee, um nicht vor Erschöpfung umzufallen. Mit dem technischen Fortschritt konnte der Kaffee auch billig angeboten werden. Um welches Jahr herum wurde der Kaffee allmählich zum Volksgetränk?

  • um das Jahr 1790
  • um das Jahr 1810
  • um das Jahr 1830
  • um das Jahr 1850

Kaffeetassen vor Zeichnung

Kaffee wurde um das Jahr 1850 im Zuge der Industriellen Revolution endgültig zum Volksgetränk. Da die deutschen Fabriken den Kaffee massenhaft produzieren konnten, wurde er für die untersten Bevölkerungsschichten zunehmend erschwinglicher. Die Errichtung von Kaffeeküchen in den Fabriken gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte den Industriearbeitern einen Segen. Heutzutage ist in den Küchen diverser Unternehmen die Filterkaffeemaschine nicht mehr wegzudenken.



Frage 7: Während der gesamten deutschen Geschichte des Kaffees sind die Nachkriegsjahre wichtig herauszustellen. Denn ab 1945 war der Bohnenkaffee Mangelware. Während des 2. Weltkrieges wurde die Kaffeeproduktion in den Betrieben gedrosselt, stattdessen wurde der Schwerpunkt der Ernährung auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Kartoffeln und Mehl verlagert. Deutsche Kaffee-Konsumenten mussten sich stattdessen mit einem Kaffee-Ersatz begnügen. Wie nennt sich dieser?

  • Muckefuck
  • Fuckemuck
  • Kafaux
  • Fauxkaf

Kaffee neben Zichorien

Der Kaffee-Ersatz mit dem Namen Muckefuck kann auf unterschiedliche Arten zubereitet werden. Grundsätzlich werden für die Herstellung des Getränks Zichorienwurzeln, die wie gewöhnlicher Kaffee geröstet, gemahlen und zum Schluss aufgegossen werden, verwendet. Diese verlieh dem Ersatz-Kaffee die kaffeetypische Farbe. Weitere Hauptbestandteile des Heißgetränks waren Gerstenkörner, die ebenfalls einer Röstung unterzogen wurden. Andere Getreidesorten wie Roggen und Dinkel wurden zur Abwechslung auch in das Gemisch hineingearbeitet. Für die Wortherkunft des Kaffee-Ersatzes gibt es zwei Erklärungen. Die einen gehen davon aus, dass der Begriff aus dem französischen „Mocca faux“ (falscher Mokka) stamme. Und andere wiederum meinen, dass Muckefuck sich aus dem rheinischen „Mucke“ (brauner Holzwurm) und „Fuck“ (faul) ableiten lasse. Vom Geschmack her kann man das Getränk als nussig bezeichnen. Natürlich lässt er sich geschmacklich mit einem Kaffee aus einer Filterkaffeemaschine nicht vergleichen.



Frage 8: In der DDR blieb der Bohnenkaffee weiterhin ein Luxusgut. Eine weltweite Versorgungskrise (aufgrund einer Missernte in Brasilien im Jahr 1977) zwang die SED-Führung zu drastischen Maßnahmen. Sie brachten mit der Marke „Kaffeemix“ ein Getränk auf den Markt, das neben Röstkaffee auch einen Kaffee-Ersatz enthielt. Wie hoch war der prozentuale Anteil des Ersatz-Kaffes?

  • 29%
  • 39%
  • 49%
  • 59%

Frau verzieht Mund

Blickt man auf die Geschichte des Kaffees in der DDR zurück, werden sich viele Kaffee-Freunde sicherlich an den „Kaffeemix“ erinnern, der für einen flächendeckenden Unmut bei den DDR-Bürgern sorgte. Der „Kaffeemix“ bestand zu 49 % aus einem Surrogat und schmeckte weder nach Malzkaffee noch nach Röstkaffee. Hinter dem Rücken der SED-Führung entstand die spotthafte Bezeichnung „Erics Krönung“ für die misslungene Kaffee-Kreation. Von der Seite der Kaffee-Trinker hagelte es Kritik – es kam zu Protestaktionen.



Frage 9: Heutzutage gilt der Kaffee als der zweitwichtigste Rohstoff auf dem weltweiten Handelsmarkt. Das Kaffeeangebot ist groß und vielfältig. Mit dem größten Kaffeeproduzenten der Welt wird Deutschland tonnenweise mit Arabica-Bohnen und Robusta-Bohnen beliefert. Diese eignen sich ideal zum Mahlen und aufbrühen in Filterkaffeemaschinen. Welches Land führt die Liste der weltgrößten Kaffeeproduzenten an?

  • Kolumbien
  • Brasilien
  • Indonesien
  • Vietnam

Kaffee mit Umrisse von Brasilien in Crema

Brasilien schlägt als Kaffee-Exporteur Vietnam um Längen. Das größte Land auf dem südamerikanischen Kontinent beliefert die Welt jährlich mit 2,7 Millionen Tonnen Kaffee. Etwa 1,6 Tonnen Rohkaffee steuert Vietnam Jahr für Jahr bei – Tendenz steigend. Denn es gilt immer mehr Weltbürger zu versorgen, die in den Genuss einer Tasse Kaffee aus der Filterkaffeemaschine kommen möchten.



Frage 10: Wer sich einmal mit der kulturellen Geschichte des Kaffees auseinandersetzen möchte, der kann in verschiedenen Kaffeemuseen reizvolle Exponate, zum Beispiel die Vorläufer der Filterkaffeemaschinen, besichtigen. Welches Museum enthält eine der wohl größten Sammlungen zur Kulturgeschichte des Kaffees?

  • das Mindener Kaffeemuseum
  • das Emmericher Kaffeemuseum
  • das Züricher Kaffeemuseum
  • das Hamburger Kaffeemuseum

Kaffee neben schweizer Flagge

Direkt am Zürichsee gelegen, befindet sich die wohl größte Sammlung zur Kulturgeschichte des Kaffees. Das Johann-Jacobs-Museum in Zürich unterhält eine umfangreiche Bibliothek und zeigt unter anderem Maschinen und feines Porzellan vergangener Zeiten. Seit 2013 widmet sich das Kaffeemuseum der komplexen Geschichte der globalen Handelswelt anhand der Handelsgüter wie Kaffee und Kakao.



Wie gut kennen Sie sich mit Kaffee aus?


Hier die Auflösung:

10 – 8 Punkte = Kaffee-Liebhaber

7 – 5 Punkte = Kaffee-Kenner

5 - 3 Punkte = Gelegenheitstrinker

2 – 0 Punkte = Teetrinker