Kaffeetasse inmitten von Kaffeebohnen

Welche Auswirkung hat der Mahlgrad des Kaffees auf den Geschmack?

Ist Ihnen das schon mal passiert? Gute Freunde empfehlen Ihnen einen Top-Kaffee, doch als Sie ihn zubereiten, schmeckt die Kaffee-Brühe einfach nur bitter oder sauer. Werfen Sie die Packung nicht gleich in die Tonne: Schmeckt der Kaffee bitter, kann ein falscher Mahl­grad der Bohnen die Ursache dafür sein. Denn der Mahl­grad des Kaffees ist entscheidend und wichtig für richtig guten Geschmack.

Drei Schüsseln mit gehmahlenen Kaffeebohnen

Der Mahlgrad des Kaffees, die optimale Extraktions­zeit und natürlich auch die Art der Zubereitung wirken sich gemeinsam auf den perfekten Kaffee­genuss aus. Der richtige Mahl­grad variiert natürlich je nach Herstellungs­methode. Damit beispiels­weise der Espresso nicht sauer schmeckt, brauchen die Bohnen eine feine Mahlung, da die Kontakt­zeit mit dem Wasser beim Espresso kürzer ist. Sehr fein gemahlener Kaffee bietet dem heißen Wasser eine große Ober­fläche, durch die sich die Aromen beim Aufbrühen schneller lösen können.

Grob gemahlener Kaffee hat vergleichs­weise eine geringe Ober­fläche, was zum lang­sameren Lösen der Aromen führt.

Handaufguss und Handmühle

Die Kunst ist, gerade genug Kaffee­aromen zu lösen

Wer meint, man müsse so viele Aromen wie möglich aus dem Kaffee lösen, irrt gewaltig. Kaffee zählt mit über 1000 Aromen zu den Genussmitteln mit der größten Vielfalt. Die Kunst bei der Zubereitung ist es aber nur 18% - 22% der Aromen aus den Bohnen zu lösen. Werden zu viele Aromen abgegeben, sprechen Profis von einer Über­extraktion.

Das schmeckt man, denn bei der Über­extraktion werden auch die bitteren Bestand­teile des Kaffees an das Brüh­wasser abgegeben. Im Gegensatz dazu kommt es zu einer Unter­extraktion, wenn zu wenige Aromen aus dem Kaffee­pulver gelöst werden – der Kaffee schmeckt einfach fade.

Mahlgrad und leckerer Kaffee – ein unschlagbares Team!

Der passende Mahlgrad sorgt also je nach Kaffee dafür, dass genau die richtigen Aromen aus dem Pulver gelöst werden. Als Faust­regel gilt: Je kürzer die Kontakt­zeit des Pulvers mit dem Wasser, desto feiner sollte der Mahlgrad des Kaffees sein. Denn nur so können sich in der nötigen Zeit die herrlichen Aromen lösen, die ausschlag­gebend für den unverwechsel­baren Geschmack sind.

Wenn Ihnen der neue Kaffee also nicht schmeckt, nehmen Sie sich die Zeit und versuchen Sie unterschiedliche Mahl­grade aus. Mit ein bisschen Experimentier­freude entdecken Sie vielleicht sogar neue Aromen in Ihrem bisherigen Lieblings­kaffee!

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