Getränke

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Getränke

Getränke und ihre Eigenschaften

So vielfältig die Geschmäcker, so breitgefächert ist die Palette an Kaffeespezialitäten. Einige Getränke unterscheiden sich nur durch kleine Details, andere sind nur regional erhältlich oder auch andernorts unter einem anderen Namen bekannt. Und der persönliche Geschmack spielt schließlich auch noch eine Rolle. Die bekanntesten Kaffeespezialitäten haben wir einmal übersichtlich aufgelistet.


Kaffee schwarz

Arten schwarzen Kaffees

Kaffee: einfacher Filterkaffee oder normaler Kaffee aus dem Vollautomaten – etwa 125 ml

Espresso: anders als ein normaler Kaffee wird Espresso nicht aufgebrüht sondern in kurzer Zeit (ca. 25 Sekunden) mit Druck durch das Kaffeemehl gepresst – etwa 25 ml

Ristretto: gleiche Menge Kaffeemehl wie für einen Espresso (ca. 7 g) jedoch mit weniger Wasser – etwa 15 ml

Espresso doppio: doppelter Espresso – etwa 50ml

Lungo: Espresso mit doppeltem oder dreifachem Wasseranteil – etwa 50 ml – 75 ml

Americano: Espresso, der nach der Zubereitung mit heißem Wasser verlängert wird – 75 ml

Café Crème oder Schümli: ein Kaffee, der wie ein Espresso zubereitet wird, jedoch mit einem größeren Wasseranteil – etwa 120 ml


Milchspezialitäten

Milchspezialitäten

Espresso Macchiato: Espresso mit etwas Milch

Milchkaffee oder Café au Lait: Zu gleichen Teilen Filterkaffee und heiße Milch

Cappuccino: ein Espresso, der in der Tasse mit heißer Milch und cremigem Milchschaum aufgefüllt wird

Latte Macchiato: ein Espresso wird in ein hohes Glas mit erwärmter Milch mit Milchschaum gegeben; der Espresso setzt sich zwischen Milch und Milchschaum, so dass sich die drei typischen Schichten bilden

Flat White: doppelter Ristretto mit leicht cremigem Milchschaum, häufig mit Latte Art, die durch das Gießen des Milchschaums entsteht, verziert

Mocha oder Mochaccino: ein Espresso, der mit heißer Schokolade oder Schokoladensirup und einer Haube aus Sahne oder Milch in einem hohen Glas serviert wird

Neben den bereits genannten Spezialitäten, deren Komponenten je nach Land und Region auch variieren können, gibt es noch diverse weitere Kaffeegetränke – auch mit Likör, anderen Spirituosen oder Sirup verfeinert.


Milchkaffee

Milchkaffee, Caffé Latte oder Café au Lait 

Gibt es wirklich einen Unterschied? Diese Frage stellen sich viele Kaffeetrinker. Er ist zwar lediglich sehr klein, aber ja, es gibt einen Unterschied. Während Milchkaffee und Café au Lait typischer Weise mit Filterkaffee zubereitet werden, ist die Basis eines Caffé Latte ein doppelter Espresso. Dennoch werden diese Begriffe häufig synonym genutzt. Auch einige Cafés machen hier keinerlei Unterschied.


Herstellungsmethoden

Herstellungsmethoden

Kaffee ist gleich Kaffee? Nein. So einfach ist das nicht. Zwar bestimmt die gekaufte Kaffeesorte den Geschmack, dennoch variieren einige Geschmackseigenschaften je nachdem, welche Herstellungsmethode verwendet wird. Es gibt für jede Methode Vor- und Nachteile. Jeder Kaffeetrinker muss für sich die Methode finden, die am besten zu ihm passt. Gerade im Bereich der manuellen Herstellung gibt es einige Methoden, die nicht so viel Aufmerksamkeit genießen wie andere, aber stetig an Bekanntheit gewinnen. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die gängigsten Herstellungsmethoden – sowohl maschinell als auch manuell.


Kaffeemaschinen


Kaffeevollautomat

Kaffeevollautomat

Tasse unter den Auslauf stellen, Knopf drücken und fertig. Luxus pur. Der Kaffeevollautomat mahlt die Kaffeebohnen direkt vor dem Brühen – frisch für jede Tasse. Wer etwas mehr investiert, bekommt ein Milchsystem, welches zusätzlich Milchspezialitäten zubereiten kann. Vom Espresso bis zum Latte Macchiato einfach nach Lust und Laune ein Getränk auswählen und bei Bedarf die einzelnen Zutatenmengen anpassen.



Filterkaffeemaschine

Filterkaffeemaschine

Sie ist fast in jedem deutschen Haushalt zu finden und erfreut sich immer noch allergrößter Beliebtheit: Die Filterkaffeemaschine. Sie eignet sich besonders für große Kaffeemengen. Filterkaffee-Trinker können zwischen vorgemahlenen Kaffee und frischen Kaffeebohnen zum selber Mahlen wählen. Die Kaffeestärke kann für jeden Brühvorgang durch das Variieren der Menge des Kaffeepulvers angepasst werden.



Pad-/Kapselsystem

Pad-/Kapselsystem

Eine große Getränkevielfalt bieten Pad- und Kapselsysteme. Portionierte Einheiten machen die Herstellung des Wunschgetränkes denkbar einfach. Jedoch hat man kaum bis keine Möglichkeit Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Doch gerade für Single-Haushalte ist diese Herstellungsmethode praktisch, da sie immer einzelne Portionen zubereitet und die Anschaffungskosten deutlich unter den für einen Vollautomaten liegen. In den vergangenen Jahren sind Kapsel- und Padmaschinen zu absoluten Lifestyle-Produkten avanciert, deren Fangemeinde stetig wächst.



Siebträger

Siebträger

Ein echt originaler Espresso lässt sich am besten mit einem Siebträger zubereiten. Allerdings bedarf die richtige Bedienung etwas Übung, um gute Ergebnisse zu liefern. Durch die Veränderung des Mahlgrades und der Wasser- und Pulvermenge kann man großen Einfluss auf den Espresso nehmen. Auch das richtige Tampen (Festdrücken des Kaffeemehls) will gelernt sein. Siebträger sind vielen Kaffeeliebhabern aus Cafés und Bars, besonders aus Spanien und Italien, bekannt. Für den Hausgebrauch gibt es auch kleinere Varianten, die mit etwas Übung und Geduld einen richtig aromatischen Espresso zaubern.



Manuelle Herstellungsmethode


Handfilter

Handfilter

Bevor es Kaffeemaschinen gab, wurde per Hand gefiltert. Einige benutzen zum Aufbrühen immer noch den Handfilter. Vor allem beliebt sind die Porzellanfilter von Melitta. Das Brühen ist simpel, ist aber dennoch mit etwas Aufwand verbunden. Denn das Wasser sollte nicht komplett in den Filter gekippt werden sondern mit kleinen Abständen schwallweise.



Chemex

Chemex

Die Kaffeezubereitung mit der Chemex-Kanne – sieht aus wie eine Sanduhr – gehört zur Filtertechnik. Der benötigte Papierfilter läuft spitz zu, ist fest und feinporig. Das heiße Wasser wird ebenfalls schwallweise auf das Kaffeemehl gegossen. Nach dem Aufbrühen entnimmt man lediglich den Filter und kann den Kaffee direkt aus der Kanne ausgießen. Gerade bei Kaffeefreunden, die sich stark mit Ihrem Lieblingsgetränk auseinandersetzten, wird die Chemex-Kanne immer beliebter.



Espressokanne

Espressokanne

Er ist in verschiedenen Größen erhältlich und fast in jedem italienischen Haushalt zu finden: ein Espressokocher. Obwohl der Name nicht Programm ist, da ein Espressokocher nicht den erforderlichen Druck für einen Espresso aufbringen kann, gehört die Kanne zu den beliebtesten Zubereitungsmethoden. Der Espressokocher besteht aus zwei Teilen. In der unteren Hälfte wird Wasser eingefüllt und das Sieb mit Kaffeemehl befüllt. Anschließend wird der Kocher auf den Herd gestellt. Das Wasser verdunstet und steigt in die obere Hälfte, dort kühlt es ab und wird gesammelt. Mit etwas Übung entwickelt man recht schnell ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt, um die Kanne vom Herd zu nehmen.



Karlsbader Kanne

Karlsbader Kanne

Die wohl „reinste“ Zubereitungsmethode für Kaffee ist die Karlsbader Kanne. Da sie mit zwei Porzellanfiltern arbeitet, die völlig geschmacksneutral sind, enthält der Kaffee in der Tasse das unverfälschte Aroma der Bohnen. Kaffeeöle und Lipide, die beim Brühen gelöst werden, gelangen ebenfalls in die Tasse. Damit die Porzellanfilter den Kaffeesatz zurückhalten, muss der Kaffee gröber gemahlen sein als für andere Herstellungsmethoden.



French Press

Stempelkanne / French Press

In der Stempelkanne wird das Kaffeemehl direkt mit Wasser gemischt und ziehen gelassen. Nach einigen Minuten – je nach Belieben – wird der Stempel, ein Metallkolben mit einer Platte mit Löchern am Ende, nach unten gedrückt. Das Kaffeemehl wird auf dem Boden zusammengepresst. Damit keine Pulverreste zurückbleiben, muss der Kaffee grob gemahlen sein. Der Stempel filtert allerdings keine Öle und Lipide, sondern trennt lediglich den Kaffeesatz vom Kaffee.



Mokka

Mokka

Bei uns ist die Mokka-Methode nicht unbedingt bekannt, allerdings ist sie weltweit sehr verbreitet. Rund ein Drittel der Weltbevölkerung bereitet auf diese Weise Kaffee zu. Die Kanne mit dem Stabhenkel wird mit Kaffeemehl und Zucker gefüllt, mit Wasser aufgegossen und aufgekocht. Steigt Schaum nach oben wird die Kanne vom Feuer genommen. In einigen Ländern und Regionen wird der Kaffee anschließend noch einmal aufgekocht. Es wird schlürfend getrunken, da sich Kaffeesatz in der Tasse befindet.



Darüber hinaus gibt es noch weitere Herstellungsmethoden, die allerdings nur vereinzelt genutzt werden und kaum bekannt sind. Doch mit dem Voranschreiten des allgemeinen Kaffeeinteresses bekommen einige Herstellungsmethoden neue Aufmerksamkeit.



Kaffee schmeckt nicht

Was tun, wenn der Kaffee nicht schmeckt?

Jeder Kaffeetrinker hat es schon einmal erlebt: Die Vorfreude auf den Kaffee ist groß und dann schmeckt er einfach nur grauenhaft. Doch woran kann das liegen? Je nach Herstellungsmethode gibt es viele Möglichkeiten, woran es liegt, dass das Lieblingsgetränk nicht mundet. Und nicht immer ist die verwendete Kaffeesorte Schuld. Einige Ursachen sind schnell und einfach behoben, bei anderen muss man ausprobieren, welcher Faktor der ausschlaggebende ist. Wir haben aufgelistet, welche Faktoren bei der Kaffeezubereitung eine Rolle spielen.


Die Bohnen/ der Kaffee

Die Bohnen/ der Kaffee

Natürlich ist das Ausgangsmaterial ganz entscheidend für den späteren Geschmack. Wer schlechte Qualität kauft, hat auch nachher schlechten Geschmack in der Tasse. Egal welche Zubereitungsmethode Sie verwenden, aromatischer Kaffee kann nur mit guten Bohnen oder Röstkaffee entstehen.


Wasser

Wasser

Kaffee besteht fast ausschließlich aus Wasser – ca. 98%. Kein Wunder, dass daher das verwendete Wasser eine große Rolle bei der Zubereitung spielt. Enthaltende Elemente haben großen Einfluss auf den Kaffeegeschmack. Daher ist es wichtig zu wissen, welchen Härtegrad das Wasser besitzt, welches wir für unser Lieblingsgetränk verwenden. Ist das Wasser zu kalkhaltig so entwickelt Kaffee einen Fremdgeschmack. Hier ist es ratsam das Wasser (ab 10˚dH) vorher zu filtern oder für Vollautomaten einen Filter in den Wassertank einzusetzen.

Ein anderer Punkt ist die Wassertemperatur. Ist das Wasser zu heiß schmeckt der Kaffee verbrannt. Dann sollte man schnell die Einstellungen am Kaffeevollautomat ändern. Wird das Wasser separat aufgekocht, sollte man es kurz (ca. 1 Minute) auskühlen lassen. Schmeckt der Kaffee hingegen sauer, kann es sein, dass die Wassertemperatur unter 92˚C lag.


Mahlgrad

Mahlgrad

Ein zu feiner Mahlgrad führt dazu, dass zu viele Bitterstoffe aus dem Kaffeemehl gelöst werden. Das Ergebnis schmeckt sehr intensiv, kann sogar bitter oder verbrannt schmecken. Der Kaffee und die Crema sind sehr dunkel.

Ein zu grober Mahlgrad hingegen führt zu einem wässrigen und schwachen Geschmack mit wenig Aroma. Die Oberfläche ist kleiner als bei einer feinen Mahlung, was dazu führt, dass nur wenig Aromen aus dem Kaffeepulver gelöst werden können.

Zwar hängt der Mahlgrad auch von der Zubereitungsform ab, jedoch spielt letztendlich der eigene Geschmack auch eine wichtige Rolle. Denn: Schmeckt der Kaffee, so stimmt der Mahlgrad.

Beim Mahlen ist es jedoch wichtig darauf zu achten, dass das Mahlwerk nicht heiß wird. Geschieht dies, kann das Kaffeemehl verbrennen und das Ergebnis variiert zwischen scheußlich und ungenießbar.


Dreckiges Maschinenteil

Maschinenteil verunreinigt bzw. nicht nachgespült

Bitter schmeckender Kaffee, Fremdgeschmack und eine kaum vorhandene Crema können ein Zeichen für verunreinigte Maschinenteile sein. So können Bohnenöle, die nicht regelmäßig entfernt werden, ranzig werden. Möglich betroffene Teile sind Bohnenbehälter, Mahlwerk, Siebe, Ausläufe und Leitungen. Daher ist es essenziell einen Kaffeevollautomaten nach Anweisung zu reinigen. Aber auch andere Zubereitungsmethoden liefern nur dann einen hervorragenden Geschmack, wenn die einzelnen Komponenten ordentlich und regelmäßig gereinigt werden.



Röstung

Röstung

Wie beim Mahlgrad gibt es auch Röstungen, die sich nicht für alle Getränke- und Zubereitungsarten eignen. Generell gilt, dass Röstungen, die mit dem Trommelröst- bzw. Langzeitverfahren veredelt wurden, eine bessere Geschmacksqualität liefern. Kurzzeitröstungen schmecken schnell bitter, da die Bohnen unregelmäßig geröstet sind. Ebenfalls kann zum Beispiel Filterkaffee bitter schmecken, wenn es sich bei den Bohnen um eine Espressoröstung handelt.



Lagerung

Lagerung

Sind die Bohnen oder die Mahlung zu alt, so ist bereits ein Großteil des Aromas verloren gegangen. Dies kann auch ein Grund für eine kaum vorhandene Crema sein. Ist der Kaffee allerdings falsch gelagert worden, fehlt es ihm nicht nur an Aroma, sondern er kann auch ranzig schmecken. Wurde er nicht luftdicht verschlossen kann er sogar fremde Gerüche und deren Geschmack annehmen.



Druck

Druck

Gerade Espresso ist auf einen Druck von ca. 9 bar angewiesen. Ist der Druck nicht ausreichend, so bildet sich kaum bis keine Crema. Auch das Aroma kann unter zu niedrigem Brühdruck leiden und sich nicht voll entfalten.



Pulvermenge

Pulvermenge

Schmeckt der Kaffee dünn und lasch, so kann eine Unterdosierung vorliegen. Das gleiche gilt, wenn der Kaffee zu stark und bitter schmeckt. In diesem Fall kann zu viel Kaffeemehl verwendet worden sein.



Tassen

Tassen

Hat der frisch zubereitete Kaffee nur wenig Crema, kann es aber auch an der Tasse liegen. Diese kann verschmutzt sein, was die Cremabildung verhindert. Ist die Tasse nicht ausreichend vorgewärmt oder sogar zu heiß, kann es ebenfalls nur zu einer geringen Cremabildung kommen.



Der Kaffeetrinker

Der Kaffeetrinker

Wie man sieht, gibt es viele Faktoren, die den Kaffeegeschmack beeinflussen. Ein weiterer sind wir selbst. Sind wir krank, schmeckt unser Kaffee häufig schlecht, obwohl dieser völlig in Ordnung ist. Unsere Geschmacksnerven sind jedoch durch einen Infekt beeinflusst. Zusätzlich können Tageszeit, Essen und Getränke sowie Zigaretten Einfluss auf unsere Geschmacksnerven nehmen.



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